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strandfilm Next

In der Pipeline
Eisfrauen
Dokumentarische TV-Serie von Dorothea Braun
6 Teile je 52 Min - HD, Farbe und SW
unter Verwendung von Archivmaterialien, Animationen
Eine Produktion der Dorothea Braun GbR in Zusammenarbeit mit strandfilm - gefördert von der Hessenfilm und Medien GmbH

Auf der ganzen Welt gibt es keine Gegend, die zu mehr Phantasien reizt als die endlosen, eisigen arktischen Weiten. Die Jagd nach dem Nordpol hat über Jahrhunderte unzählige Menschen und Schiffe verschlungen.
Seit der Antike zieht der hohe Norden Menschen magisch an, galt Jahrtausende hinweg als unbezwingbar, was seine Anziehungskraft nur erhöhte.
Menschen, die sich in die Eiswüste vorwagten und sie kartographierten, wurden als Helden angesehen. Hoffnungen, die Existenz eines »offenen Polarmeeres«, der »großen Insel« am Nordpol oder des »Magnetberges« beweisen zu können, forderten von Entdeckern übermenschliche Anstrengungen unter extremen Witterungsverhältnissen. Mehr Gold als in Mexiko und ein irdisches Paradies vermuteten Abenteurer und ihre Förderer im Norden – jenseits der bekannten Breitengrade.
Die Geschichte der Arktisforschung liest sich wie ein Heldenepos, in dem rauhe, wild entschlossene, in Fell verpackte, bärtige Kerle die Hauptrolle spielen, die für viele tödlich ausging. Ihre Namen hallen bis in unsere Zeit nach und künden von ihrer Verwegenheit: Roald Amundsen, James Cook, John Franklin, Francis Hall, Fridtjof Nansen und Robert Peary – um nur einige zu nennen.
Doch im Reich der Dunkelheit und des Nebels, des Eises und der Finsternis, fern von Komfort und Sicherheit, waren es oft Frauen, die Expeditionen und Besatzung heil zurückbrachten, die Verpflegung sicherten, lebenswichtige Kleidung und Fellschuhe sicherten und Männer wärmten, die sonst erfroren wären.
Es waren unerschrockene Gefährtinnen, die sich und ihre Mannschaft durch die Polarnacht und das Bersten des gefrorenen Meeres brachten.
Es waren Frauen, die wichtige wissenschaftliche Daten erhoben, als Spioninnen die äußersten Grenzen der bekannten Welt vermaßen und das ewige Eis in Prosa, Fotografien, Filmaufnahmen und Aquarellen verewigten. Nebenbei verhalfen sie ihren Partnern, Männern und Kollegen zu Ruhm und Ehre.
Dass Frauen maßgeblichen Anteil am Erfolg der großen Expeditionen hatten, dass sie selbst Polar-Expeditionen finanzierten und leiteten, wie Lady Jane Franklin und Louise Arner Boyd, dass sie der Besatzung und ihren Vorgesetzten das Leben retteten, ist heute weitgehend unbekannt oder vergessen.

Vergessen sind unter anderem:
– Ada Blackjack, ein weiblicher Robinson Crusoe,
– Tokoolito, die Frau, die Francis Halls Expedition aus der ewigen Drift auf einer Eisscholle rettete oder
– Louise Arner Boyd, die als Spionin und Wissenschaftlerin während des zweiten Weltkriegs wichtige Daten für die USA sicherte.

Das wollen wir mit unserer Serie EISFRAUEN / ICE WOMEN (AT) ändern.
In unserer 6-teiligen Doku-Serie werden wir uns auf die Suche nach ihren Spuren machen und in jeder Folge eine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählen.
Dabei schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichtsschreibung der Arktis-Expeditionen auf.
Sand
Kino-Dokumentarfilm von Stanislaw Mucha
Producer: Dorothea Braun
Eine Produktion der Dorothea Braun GbR in Zusammenarbeit mit strandfilm - gefördert von der Hessenfilm und Medien GmbH

Wenn die Menschen in der russischen Siedlung Schoina in der Arktis schlafen gehen, dürfen sie eins auf gar keinen Fall vergessen: die Tür des Hauses offen zu lassen. Sonst könnten sie nach dem Aufstehen nie wieder aus ihrem Haus herauskommen.
Schoina ist ein 300-Selen Dorf, das am Weißen Meer am Polarkreis liegt und Nacht für Nacht unter Sandhaufen verschwindet. Was für kurze Zeit eine blühende Fischerkolonie war, ist nun eine einzige Düne. So kämpft Schoina nicht nur mit der arktischen Kälte sondern auch mit dem Wüstensand.
Von oben sieht die Siedlung aus, wie ein Zipfel, der ins Meer hineinragt, umgeben von baumloser Tundra und dem kalten Wasser des Weißen Meeres. Die Sommer sind kurz und kühl, die Winter lang und kalt.
Gegründet wurde das Dorf 1930 von Fischerfamilien. Bald lebten hier 1500 Menschen und besaßen sogar 70 große Schiffe. Bis in die 60-ger florierte die Fischerei. Dann wurden die Gewässer gnadenlos überfischt und Schleppnetze zerstörten den Meeresboden. Seither spülten Wellen Zehntausende Tonnen Sand ans Ufer. Der Wind trägt ihn dann über die Tundra und lässt die letzten verbleibenden Einwohner versinken.
Was tun, wenn der Sand ins Haus kriecht? Bleiben oder fliehen? Diese Frage beschäftigt die Menschen in Schoina tagtäglich.
THULE
Kino-Dokumentarfilm von Dorothea Braun
Eine Produktion der Dorothea Braun GbR in Zusammenarbeit mit strandfilm - gefördert von der Hessenfilm und Medien GmbH

THULE (AT) erzählt von der Suche nach einem Land, das vielleicht nur in unserer kollektiven Erinnerung existiert. Eine Erinnerung daran, daß auch ewig Scheinendes wie das Eis der Arktis, endlich ist, denn das »ewige« Eis schmilzt gerade. Stehen wir an einem Scheitelpunkt? Wird der Mythos Thule zum Symbol einer verlorenen Welt?

Dorothea Braun:
Letzten Sommer wollte ich in Florenz unbedingt Botticellis »Primavera (Frühling)« in den Uffizien sehen. Vor dem Bild stand ein Mann, der sich für nichts anders als für den Engel am oberen Bildrand zu interessieren schien. Von Zeit zu Zeit machte er Eintragungen in sein Notizbuch und zog so meine Aufmerksamkeit auf sich.
Ich beschloss, am Nachmittag ein zweites Mal ins Museum zu gehen, um mir das Bild in Ruhe anzuschauen. Wieder stand da der merkwürdige Mann, wieder mit konzentriertem Blick auf den Engel. Dieses Mal sprach ich ihn an. Die Geschichte, die er mir erzählte, lässt mich seither nicht mehr los. Der Mann heißt Giancarlo Gianazza – und er ist auf der Suche nach dem legendären THULE.
Er war auf das Gemälde gekommen, nachdem er Verse aus Dante Alighieris »Göttlicher Komödie« in Zahlenkombinationen übertragen und diese als Koordinaten interpretiert hatte. Er schilderte mir weitere Teile seiner bisherigen Suche nach THULE, seiner Suche nach dem »heiligen Gral«.
Er wirkte auf mich wie ein moderner König Arthur nur ohne Tafelrunde, ein Indiana Jones auf der Suche nach der Lösung des vielleicht ältesten Rätsels der Menschheit. Faszinierend.
Als er dann auch noch von einer alten Druckerei in Umbrien erzählte, wo die erste Ausgabe von Dantes Werk gedruckt worden sein sollte, hatte es mich vollends gepackt. Gianazza lud mich ein, mit ihm nach dem alten Gemäuer zu suchen. Diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen ...

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